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Stellungnahme des Gartenbauamtes

1. Ist es richtig, dass es sich bei den Pappeln der Hohenwettersbacher Pappelallee um sogenannte italienische Pappeln (Populus nigra italica) handelt?

Ja, es ist zutreffend.

2. Welche Standortansprüche werden an Populus nigra italica gestellt?

Die Italienische Säulenpappel hat die gleichen Standortansprüche wie die einheimische Schwarzpappel, die in Karlsruhe ihren natürlichen Lebensraum in den Rheinauen hat. An diesen Standorten kann sie eine Wuchshöhe von 25 bis 30 m erreichen.

3. Welche Funktionen hat die Pappelallee für die dort vorkommenden Tierarten, insbesondere für die Zwergfledermäuse, Vögel und Insekten?

Können die neu gepflanzten Linden diese Funktionen ersatzweise übernehmen? Eine Funktion als Lebensraum für besondere Tierarten wurde bei der Pappelallee bislang nicht dokumentiert. Fachgutachterliche Stellungnahmen zum Fledermaus-vorkommen wurden im Auftrag der Stadt in den Jahren 2008 und 2012 erstellt. In diesen Untersuchungen wurde den Pappeln eine Leitfunktion für Zwergfledermäuse, von denen 2008 eine Population in Gebäuden des Batzenhofes existierte und möglicherweise heute noch existiert, von der Hoflage zum Wald (Rittnert) zugesprochen. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass die Fledermäuse das nahe Umfeld der Baumkronen als Jagdrevier nutzen. Beide Funktionen kann auch jede andere Baumart, so auch die Winterlinde, ab einer entsprechenden Größe übernehmen.

4. Hat die Pappelallee eine Leitschienenfunktion für Fledermäuse?

siehe Antwort zu Frage 3

5. Welche Gutachten zur Pappelallee liegen vor?

a) in Bezug auf die Bepflanzung (Pappeln, Linden)
b) in Bezug auf die Auswirkungen auf die Tierwelt (z.B. Artenschutz, Fledermäuse, Insekten, andere Tierarten)

Werden dem Ortschaftsrat Hohenwettersbach diese Gutachten zur Verfügung gestellt?
Es liegen ein Baumgutachten zum Pflegebedarf der Pappeln aus dem Jahr 2004 und die in der Antwort zu Frage 3 genannten fachgutachterlichen Stellungnahmen zur Bedeutung der Pappeln für Fledermäuse vor. Die Gutachten werden der Ortsverwaltung zur Information des Ortschaftsrates zur Verfügung gestellt.

6. Welche Lindenart ist anstelle der gefällten Pappeln gesetzt worden?

Es handelt sich um die Winterlinde (Tilia cordata).

7. Welche Standortansprüche werden an diese Lindenart gestellt?

Die Winterlinde ist eine für diesen Landschaftsraum gebietsheimische, langlebige Baumart, die bis zu 30 m hoch werden kann. Sie liebt frischen und tiefgründigen Boden und ist eine hervorragende Nektarquelle für Bienen.

8. Entspricht das Wachstum der anstelle der gefällten Pappeln gesetzten Linden den Erwartungen?

Viele der neu gepflanzten Linden sehen verkümmert aus. Das Wachstum der 2008/09 gepflanzten Linden entspricht den fachlichen Erwartungen. Wachstumsverzögerungen in der Anwachsphase sind nichts Außergewöhnliches. Die Bäume der ersten Pflanzung haben sich inzwischen gut eingewöhnt und zeigen bereits einen guten Zuwachs. Gleiches darf auch von der Pflanzung 2013/14 erwartet werden.

9. Wann sind die nächsten Pappelfällungen geplant?

Von den ehemals vorhandenen ca. 180 Pyramidenpappeln wurden bislang 73 Bäume gefällt. Als Ersatz wurden in 2008/2009 49 und 2013/2014 16 Winterlinden zu einem Gesamtpreis von € 63.500,- gepflanzt. Wenn keine statischen Probleme vorzeitige Fällungen erforderlich machen, sind die nächsten Fällungen voraussichtlich 2017 geplant.

10. Ist vor den nächsten Pappelfällungen die Einholung weiterer Gutachten vorgesehen?

Es ist vorgesehen, im Vorfeld weiterer Fällungen fachgutachterliche Stellungnahmen zu möglichen Auswirkungen auf das Fledermausvorkommen einzuholen.

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