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Kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten Johannes Stober

Ich frage die Landesregierung

  1. Teilt sie die Auffassung, dass es sich bei der Hohenwettersbacher Pappelallee um eine landschaftsprägende Allee im Sinne von § 14 Absatz 1 Ziffer 7 Naturschutzgesetz handelt?

  2. Teilt sie die Auffassung, dass diese Allee durch den von der Stadt Karlsruhe beabsichtigten und teilweise auch schon erfolgten Ersatz der Pyramidenpappeln durch Winterlinden ihre landschaftsprägende Bedeutung verliert?

  3. Teilt sie darüber hinaus die Auffassung, dass im Sinne der Wiederherstellung dieser landschaftsprägenden Allee die von der Stadt Karlsruhe ersatzweise gepflanzten Winterlinden (Tilia cordata) wieder durch die ursprünglichen Pappeln (Populus nigra italica) ersetzt werden sollten?

  4. Welche Alleen in Baden-Württemberg stehen derzeit unter Denkmalschutz?

  5. Wurden auch für die Hohenwettersbacher Pappelallee in der Vergangenheit Anträge auf Eintragung in die Denkmalliste des Landes gestellt und wenn ja, mit welcher Begründung wurden diese abgelehnt?

01.10.2015
Stober SPD

Begründung

Die Hohenwettersbacher Pappelallee zwischen Thomashof und Batzenhof ist die mit Abstand landschaftsprägendste Allee in der Region Karlsruhe. Auf einem Grat verlaufend ist ihre Sichtbarkeit besonders hoch. Sie wird daher auch immer wieder gern als Fotomotiv verwendet, u. a. im Rahmen einer doppelseitigen Fotografie im Fahrgastmagazin der DB AG. Sie ist das Wahrzeichen von Hohenwettersbach und ist weit über die Grenzen der Stadt Karlsruhe hinaus als eine der wenigen noch erhaltenen Pappelalleen bekannt. Den Menschen der umliegenden Gemeinden dient sie zur Naherholung und ist allgemein aufgrund ihres südländischen Flairs sehr beliebt. Außerdem stellt sie eine Leitschiene der Zwergfledermäuse in ihrem Jagdrevier dar und dient als Ruhestätte für diese Fledermausart.

Dennoch hat die Stadt Karlsruhe inzwischen ca. 73 der insgesamt rund 180 Pyramidenpappeln gefällt und durch insgesamt 65 Winterlinden ersetzt. Da es dabei fast ausschließlich um Pappeln auf einer Seite der Allee handelt und die neuen Bäume noch klein sind, ist die Pappelallee als solche derzeit erfreulicherweise immer noch von weitem erkennbar. Dies wird sich jedoch spätestens dann ändern, wenn die Stadt Karlsruhe ihre Absicht wahr macht und im Jahr 2017 weitere Pyramidenpappeln fällt.

Mit dem neu in Kraft getretenen Naturschutzgesetz (NatSchG) werden nun auch landschaftsprägende Alleen wie die Hohenwettersbacher Pappelallee unter Schutz gestellt. Zwar ist in § 31 Absatz 6 NatSchG auch geregelt, dass bei Ersatzpflanzungen standortgerechte und bevorzugt gebietsheimische Baumarten zu verwenden sind. Diese Voraussetzungen treffen auf die neu gepflanzten Winterlinden zwar eher zu; allerdings verliert die Pappelallee dadurch vollständig ihren landschaftsprägenden Charakter. Insbesondere ihr einzigartiger südländischer Flair („Toskana-Wirkung“) aufgrund der bisher noch weit sichtbaren säulenförmigen Pappeln, das sie zum Wahrzeichen Hohenwettersbachs und weit darüber hinaus macht und der damit verbundene Erholungswert für Spaziergänger und Betrachter ginge verloren. Die kugelförmigen und nur langsam wachsenden Winterlinden können diese Ästhetik und Eigenart nicht bieten.

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